Høebeè/Schönhnegst. Vor einigen Jahren kamen Lumír Mouèka und František Žáèek auf die Idee, viel mehr Touristen in unser schönes Land zu locken. Beide Männer haben nach vielen gemeinsamen Spaziergängen und Naturbeobachtungen fast 3 Jahre an dem Projekt gearbeitet, und das mit Erfolg.
Projektpartner waren für sie: das Schiefermuseum, PD Group, Kulturdienst der Stadt Mährisch Trübau, Wälder der ÈR, die Stadt Mährisch Trübau/Mor. Tøebová, Industriemuseum Blosdorf/Mladìjov und wir die Gesellschaft für deutsch – tschechische Verständigung. Das Projekt konnte nur mit der finanziellen Unterstützung der Stadt Mährisch Trübau und der EU beendet werden.
Am 4. Juli wurde auf dem Schönhengst feierlich der Bergbaulehrweg geöffnet. Die dazu erschienene Broschüre soll die Neugier aller Besucher wecken und soll alle Interessenten auf dem Weg begleiten.
An dem Weg, der etwa 70 Kilometer lang ist, wurde ein Aussichtsturm erbaut, es wurden 22 Informationstafeln, 6 Rastplätze, 40 Wegweiser und 6 neue Ausgangsorte erbaut. Auch einige alte Stollen wurden teilweise als Bergbaumuseum hergerichtet und so können die Wanderer die Schächte Hugo, Karl oder Gerhard besichtigen.
Der Weg bietet aber nicht nur eine Dokumentation der ursprünglichen BergbauArchitektur, sondern er möchte auch auf die Natur und Flora unserer Region hinweisen. Er möchte den Wanderer auf die reichen geologischen Funde aufmerksam machen und möchte ihm auch die herrliche Umgebung von Mährisch Trübau zeigen. Das dokumentiert auch ein Teil des Bergbauweges - die neue geologische Exposition im gotischen Keller des Trübauer Schlosses.
Lockend und interessant ist für die Besucher des Weges die kleine Schmalspurbahn von Blosdorf, Kunzendorf und Neudorf. Auf diesem Weg werden nicht nur die Dörfer und ihre alte Architektur an der Bahn bekannt, sondern auch die am Berg liegenden Dörfer wie zum Beispiel Ketzelsdorf und Hermersdorf, die ins Bewusstein treten und so auch den Touristen bekannt werden.
An den Lehrtafeln finden die Besucher wertvolle Informationen über die Fauna und Flora, die hier am Schönhengst unter Naturschutz stehen. Sie werden auch über den Bergbau in der Region informiert, und erfahren Dinge aus längst vergangener Zeit – aus der Sagenwelt, aus der Vergangenheit wie zum Beispiel Informationen über die Gründer des Bergwerkes, über das Leben der Bergleute, die hier gelebt und gearbeitet haben, und viele weitere Informationen.
Auch das Industriemuseum in Blosdorf bietet so manche Rarität. Der Stolz der Ausstellung ist der einzige museale Kabelbagger der Marke Škoda D- 500 und ein kleiner, vom Personenkraftwagen Praga Piccolo abgeleiteter Lastkraftwagen. Man kann hier auch eine Reihe landwirtschaftlicher Maschinen sehen - Drescher, Pflüge oder Karren, kleine Dampfmaschinen, Nutzwagen oder Baumaschinen.
Weitere Informationen sind auf den Internetseiten www.mladejov.cz und www.hrebecskedulnistezky.cz zu finden.
Irene Kunc
(10. 8. 2010)