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13. 1. 2008

Editorial vom 24. August 2010

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde,
der Sommer ist die Zeit fürs Wandern, Reisen und Kennenlernen. Diese schöne Sommerzeit lockt uns in die Natur, ans Wasser, in den Wald und auf die Wiesen, sie bietet uns endlich eine Erholung von all dem Alltagsstress und dem Lärm der Stadt. Man schöpft neue Energie, Kraft für neue Pläne und freut sich auf die Zukunft. Aber kann diese Erholung in diesem Jahr wirklich jeder von uns erwarten und sie erleben? Wenn wir ehrlich antworten, dann müssen wir eine negative Antwort geben: nein!

In den vergangenen Tagen hören wir täglich traurige Nachrichten aus West und Nordböhmen, aus den Regionen, die in diesem Sommer Opfer der Wasserfluten geworden sind. Viele Menschen haben ihr Heim, ihr Hab und Gut verloren. Viele sind deshalb unglücklich, verzweifelt und kämpfen ums Überleben. Das Wasser hat ihnen in den vergangenen Tagen Sorgen, Angst und Schrecken gebracht, mehrmals. Und so können auch wir, die Glück haben in trockenen Regionen zu leben, nicht wirklich glücklich sein. Auch wir machen uns um unsere Mitbürger und Vereinsmitglieder in den betroffenen Regionen Sorgen. Sie brauchen alle unsere Hilfe, je schneller desto besser.

Immer, wenn wir in der Vergangenheit in Not waren, haben wir zusammengehalten, haben uns gegenseitig geholfen, uns gegenseitig getröstet. Und so möchte ich die Möglichkeit in diesem Editorial nutzen und Sie, liebe Leser und Freunde, um Ihre Unterstützung bitten.

Verehrte Vorsitzende aller deutschen Verbände in der Tschechischen Republik, helft bitte mit Spenden aus euren Verbänden, ein neues Heim für unsere betroffenen Landsleute zu gewinnen. Sie brauchen dringend unsere Unterstützung, unsere Solidarität und unser Verständnis in den für sie so schweren und tragischen Tagen. Sie brauchen materielle und finanzielle Hilfe, damit ihr schweres Schicksal etwas gemildert wird.

Hauptsächlich die älteren Bürger und die Familien mit kleinen Kindern ertragen die Situation nur sehr schwer, denen wird es sicher nicht leicht fallen, die leeren Wohnungen neu einzurichten. Das Wasser hat ihnen alles geraubt, Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Geschirr und weitere Ausstattung. Die Wohnungen, oft bis zu zwei Meter hoch mit Wasser und Schlamm gefüllt, müssen ausgetrocknet und gereinigt werden, es müssen neue Fenster, Böden und Türen eingebaut werden. Jede Spende kommt sicher gut an, aber eine finanzielle Unterstützung wäre sicher die beste Lösung, damit jeder vor Ort selber entscheiden kann, was im Moment für die Familie am wichtigsten ist.

Liebe Freunde, bitte helft uns in Zusammenarbeit mit dem BGZ Reichenberg, bei der Spendenaktion für Nordböhmen. Das BGZ ist direkt in Kontakt mit den Opfern der Wasserflut und kennt die Situation vor Ort am besten.

Herzlichen Dank im Voraus für Ihr Verständnis und Ihre Hilfe,

Ihre Irene Kunc
(24. 8. 2010)

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