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Industrieverband setzt auf Stabilität

Foto: Präsidium des Industrieverbandes bei der Pressekonferenz zur Wahl - Foto: LE/tra

Der tschechische Industrie- und Transportverband (Svaz průmyslu a dopravy) hat sein Präsidium und seinen Vorstand Ende April nach vier Jahren neu gewählt. Viele Überraschungen gab es nicht, die Mitglieder des Verbandes setzen auf Stabilität. So wurde der bisherige Präsident, Jaroslav Hanák, mit 84% der Stimmen wiedergewählt. Bei den Vizepräsidenten und Vorstandsmitgliedern wurden allerdings auch ein paar neue Vertreter in die erste Reihe gehoben.

 

Das bekannteste neue Gesicht in der Führungsriege ist mit Sicherheit Daniel Beneš, der Generaldirektor des Energieriesen ČEZ. Beneš war gerade erst zum Manager des Jahres gewählt worden und darf nun auch als einer der sieben Vizepräsidenten des Industrieverbandes zeigen, dass er diesen Titel verdient hat. Wichtig für die Industrie sei vor allem billige Energie, da diese die Konkurrenzfähigkeit steigere, sagte Beneš anlässlich seiner Wahl. Für seine Amtszeit hat er sich vorgenommen, von der Politik eine eindeutige und belastbare Energie-Agenda für die nächsten 10 Jahre einzufordern.

Damit schließt er sich einer der Hauptforderungen des Verbandes an die Politik an, dem Wunsch nach Stabilität. Darüber hinaus will man sich auch in den nächsten vier Jahren für die Verbesserung der Infrastruktur einsetzen, eine bessere Verteilung von Subventionen an die Forschung anstreben, Bürokratieabbau einfordern und die digitale Agenda der Regierung aus ihrem Dornröschenschlaf wecken, merkte Vereinspräsident Hanák an. Der größte Wunsch bleibt aber weiterhin die schnellstmögliche Einführung des Euro. Dieser sei zwar keine Idealwährung, wie die derzeitigen Probleme zeigten, sei aber für die Entwicklung der exportorientierten Wirtschaft wichtig.

Die Liste der Ziele ist lang und man müsse noch mehr politische Aktivität entwickeln, habe aber bereits in den letzten vier Jahren einen guten Kontakt zur Regierung aufbauen können und sei zu einem verlässlichen Partner der Regierung geworden, sagte Zbyněk Frolík, Vizepräsident des Verbandes und Eigner des Krankenbettenherstellers LINET.

Ein Ziel ist aber schon erreicht. Bei der Vorstandswahl konnte sich zum ersten Mal auch eine Frau durchsetzen. Milena Jabůrková ist IBM-Vorstandsmitglied für Tschechien und die Slowakei und wird mit sechs weiteren Spitzenmanagern für die nächsten vier Jahre die Interessen der Industrie und des Verkehrswesens in der Tschechischen Republik vertreten.

 


 

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