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Das Thayatal: unberührtes Paradies

Zwischen Frain (Vranov nad Dyjí) und Znaim (Znojmo) erstreckt sich auf 63 Quadratkilometern der Nationalpark Thayatal (Národní park Podyjí).

 

Das Naturschutzgebiet, das sich um den Fluss Thaya (Dyje) herum ausbreitet, bietet der Natur einen echten Rückzugsort. Und das schon seit vielen Jahrzehnten. Aufgrund seiner Lage direkt am Eisernen Vorhang war das Gebiet nämlich lange kaum für Menschen zugänglich, so dass sich Flora und Fauna dort frei entfalten konnten. So ist der Nationalpark heute Heimat für 65 Säugetierarten und 152 Vogelarten, darunter der Fischotter, die Große Bartfledermaus, Schwarzstorch, Uhu und Eisvogel. Auch Schlangen, Amphibien und Fische sind im Thayatal zu beobachten. Außerdem beherbergt der Park unzählige Insekten- und Pflanzenarten. Vor allem Schmetterlinge scheinen sich dort besonders wohl zu fühlen. Viele der dort vorkommenden Spezies sind sehr selten und besonders geschützt.

 

Eine Besonderheit am Nationalpark Thayatal ist das Zusammenspiel von Wasser- und Landleben. Da der Fluss stark mäandert, ist ein großer Teil des Gebiets vom Wasser geprägt, was die Artenvielfalt noch vergrößert. Die steilen Hänge um das Flusstal herum, die sich bis zu 330 Meter über den Fluss erheben, sind voll bewaldet. Zwischen den Bäumen stechen immer wieder Felsniveaus hervor, die wunderbare Aussichtspunkte für Wanderer bieten.

 

Seine Schönheit schätzten die Bewohner der Region schon lange bevor das Gebiet unter Naturschutz gestellt wurde. Die ersten Wegmarkierungen für Wanderer wurden dort bereits im 19. Jahrhundert angebracht.

 

Im Einklang mit Mutter Natur

Dennoch ist der Nationalpark nicht touristisch überlaufen. Selbst an Wochenenden kann sich der Wanderer meist völlig alleine und im Einklang mit der Natur fühlen. Dank der ruhigen Atmosphäre kann er dabei auch immer wieder Tiere beobachten. Je nach Wunsch kann man dabei Wanderwege verschiedenen Anspruchs benutzen. Teils führen romantische Pfade direkt am Wasser entlang, auf anderen Strecken wiederum windet sich der Weg steil bergauf und bergab, so dass Trittsicherheit und Ausdauer gefragt sind.

 

Insgesamt hat der Park rund 80 Kilometer Wanderwege zu bieten. Auch für Radfahrer gibt es geeignete Strecken. Sie umfassen direkt im Park 30 Kilometer, dehnen sich jedoch außerhalb noch weiter aus. Alle Wege sind dabei so angelegt, dass die Besucher möglichst viele verschiedene Aspekte des Nationalparks kennenlernen können: Von tiefgelegenen Uferstellen gelangt man auf hohe Felsvorsprünge, es geht durch Wälder, über Heiden und in den Randgebieten auch vorbei an historischen Sehenswürdigkeiten und den traditionellen südmährischen Weinstuben.

 

Vor allem im Sommer organisiert die Nationalparkverwaltung in unregelmäßigen Abständen thematische Wanderungen, die den Besuchern zum Beispiel die einheimischen Vögel, Schlangen oder Pilze in dem Gebiet näherbringen. In den nächsten Monaten wird unter anderem ein „Spaziergang mit Jazz“ (29.7.) dabei sein, und eine „Europäische Fledermausnacht“ (8.9.).

 

Bei ihrem Besuch in der praktisch unberührten Natur sollten die Menschen sich immer an bestimmte Regeln halten. Abfälle wieder mitzunehmen und die Wege in den beiden inneren Schutzzonen nicht zu verlassen, gehören dazu. Doch das versteht sich von selbst. Schließlich sind das die Grundlagen dafür, dass der Park weiterhin in seiner jetzigen Form bestehen und vom Menschen in sanftem Tourismus erlebt werden kann.

 

Der Nationalpark Thayatal erstreckt sich nicht nur über Mähren, sondern auch bis nach Niederösterreich. In Tschechien wurde das Gebiet bereits 1978 unter Naturschutz gestellt, Österreich folgte im Jahr 2000.

 

Weitere Informationen unter: www. nppodyji.cz

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