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Dresden an der Moldau

Dresden - die neue Metropole an der Moldau

 

Studien belegen: Tschechien hat den Größeren!

Nach eingehendem Studium der Flussläufe von Moldau (Vltava) und Elbe (Labe), hat eine Expertenkommission unter Leitung des angesehenen Schweizer Fluss-Fluss-Experten Uri Norbert Fug (54) der EU eine Studie vorgelegt, die Handeln anmahnt.

 

 

Jetzt hat das Europaparlament eine Resolution verabschiedet, die an Deutschland und Tschechien appelliert, internationales Recht endlich anzuerkennen. Das besagt, dass Ströme, die aus dem Zusammenfluss zweier oder mehrerer Wasserläufe entstehen, den Namen des Flusses zu übernehmen haben, dessen Lauf in Länge und Volumen zum Zeitpunkt der Vereinigung,den des oder der weiteren Flüsse übertrifft.

„Es ist eine unveränderliche Tatsache, dass die Elbe bei ihrem Zusammenfluss mit der Moldau nur 230 Kilometer lang ist, während die Moldau auf ihrem Weg aus dem Böhmerwald schon 440 Kilometer zurückgelegt hat. Mit nur zwei Pipetten kann man zudem wissenschaftlich belegen, dass die Moldau selbst bei Niedrigstwasserstand mehr Wasser führt, als die Elbe“, sagt Uri N. Fug, der als führender Experte im internationalen Wasserstraßenrecht gilt.

„Sowohl Tschechien als auch Deutschland haben sich mit Unterzeichnung des Lissabon-Vertrags dazu verpflichtet, die EU-Wasserrahmenrichtlinie in ihrer nationalen Gesetzgebung umzusetzen“, erklärte die EU-Kommissarin für Flüsse, Bäche und Wasserstraßen, Dorotea Ryti.

Klarheit bei Hochwasser

Eine Quelle im Umfeld des tschechischen Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka hat gegenüber der LandesZeitung Informationen aus dem sächsischen Staatsministerium des Inneren bestätigt, demzufolge Sachsen seine ablehnende Haltung gegenüber einer Umbenennung der Elbe in Moldau aufgeben würde, wenn Prag Dresden bei einem erneuten Antrag auf Eintragung als UNESCO-Weltkulturerbestätte unterstützen würde. „Uns ist es im Grunde genommen egal, ob die Touristen an die Elbe oder an die Moldau kommen. Hauptsache sie kommen“, erklärte ein Vertreter des Dresdner Tourismusverbandes gegenüber der LZ. Das sächsische Innenministerium war bis Redaktionsschluss noch zu keiner offiziellen Verlautbarung bereit. Inoffiziell ist man einer Umbenennung des Flusses aber offen gegenüber eingestellt, weil diese Unstimmigkeiten über die Finanzierung der Ausgleichszahlungen für Flutschäden aus dem Weg räumen würde. „Endlich wäre klar, bei wem die Verantwortung für die Hochwasser liegen würde, die Sachsen regelmäßig heimsuchen“, sagte eine Quelle aus dem Innenministerium, die nicht genannt werden will und fügte hinzu: „Denn die Moldau ist kein deutscher Fluss“.

In der Tschechischen Republik mehren sich derzeit die Stimmen, die eine Umbenennung der Elbe in Moldau begrüßen. „Endlich wird ein altes historisches Unrecht gut gemacht“, sagte Karel Němec von den „Freunden der internationalen tschechischen Autonomie“ (Přátelé internacionální české autonomie (PIČA)). „Allein die Tatsache, dass die Moldau über Jahrhunderte hinweg Elbe heißen musste, ist ein klarer Beweis für das deutsche Vormachtstreben in unserem Land und ganz Europa“, schimpfte Němec.

Gegenstimmen kommen allerdings aus dem hohen Norden Deutschlands. „Wir haben unsere Elbphilharmonie noch nicht fertig und sollen sie schon umbenennen? Auf keinen Fall“, sagte Pauli Hein vom Kulturreferat der Hamburger Bürgerschaft. Seinen Schätzungen nach würde sich im Falle einer Umbenennung der Elbe in Moldau die Bauzeit der Elbphilharmonie auf unbestimmte Zeit verlängern.

Sollten Deutschland und Tschechien die Resolution des Europaparlaments nicht durchsetzen, droht, dass Vertreter beider Länder nicht zum traditionellen Sommerfest des Parlaments eingeladen werden. „Und ich werde so lange die Luft anhalten, bis die Elbe endlich Moldau heißt“, sagte EU-Kommissarin D. Ryti entschlossen und stampfte mit dem Fuß auf.

 


 

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