Studentische Theatergruppen, die erfolgreich Stücke auf Deutsch aufführen, sind in Prag nicht ganz unbekannt. Das Theaterforum Regensburg kommt nun am 16.5. aber mit Václav Havels „Versuchung“ (Pokoušení) an die Moldau und zeigt damit eine Art Heim-Gastspiel.

Die moderne Inszenierung der Theatergruppe Studierender der Universität Regensburg ist Eigenregie entstanden und konnte bereits in Regensburg Erfolge feiern. Die zwanzig Studenten verschiedener Fachrichtungen sind theaterbegeistert und widmen dieser Leidenschaft ihre Freizeit. Der rege studentische Austausch zwischen Regensburg und Prag findet auch in der Arbeit des Theaterforums seinen Widerhall. „Die deutsch-tschechische Freundschaft sowie der kulturelle Austausch liegen uns sehr am Herzen“, schreibt Teresa Weiser, Organisatorin für das Theaterforum, in der Ankündigung des Gastspiels.

Auch darum ist das Gastspiel mit Václav Havels „Versuchung“ als Auftakt für weitere Aufführungen, die besonders junge Theaterfans ansprechen sollen, hier geplant. Havels Geschichte um den Regierungsbeamten Faustka, der Magie und Aberglauben im Namen des Fortschritts ausrotten soll, sich dabei aber selbst mit dem Teufel einlässt, ist dabei in vielerlei Hinsicht eine gute Wahl. Der Faust-Stoff – und dabei nicht nur Goethes Version – hat auch in Prag zu Mythenbildung geführt. Noch heute nennt man das Mladotovský Palais am Karlsplatz wegen seiner ehemaligen und der Alchemie zugetanen Bewohner auch „Faustův dům“ (Fausts Haus).

Um das Projekt finanziell stemmen zu können, haben die Studenten eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Auch mit kleinen Beiträgen kann man dazu beitragen, dass diese und weitere Inszenierungen der Regensburger auch in Tschechien zu sehen sein werden. Unterstützen kann man das Theaterforum auf der Plattform startnext: hier.

Das Gastspiel des Regensburger Theaterforums findet am 16.5. ab 19.30 Uhr im Selesianer-Theater (Selesiánské divadlo, Kobyliské náměstí 1000/1,182 00 Prag 8) statt. Weitere Informationen zum Theaterforum finden Sie auf Facebook (hier) und auf den Seiten der Universität Regensburg: hier.

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