Foto: Demonstrant am 17. November mit Plakat "Präsident und Regierung locken uns Richtung Osten" - Bild: tra

Es war ein feierlicher Moment, als im amerikanischen Kongress dieser Tage feierlich eine Büste von Václav Havel enthüllt wurde. Als vierter Europäer nach Winston Churchill, dem ungarischen Revolutionär Lajos Kossuth und dem schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg steht Havel jetzt in Nachbarschaft zu US-Größen von einst wie Abraham Lincoln.

 

Foto: Demonstantinnen am 17. November mit Plakat pro Havel und contra Zeman - Bild: tra

Bei seinem mittlerweile legendären Radio-Gespräch, in dem auch äußerst vulgäre Ausdrücke fielen, ereiferte sich Tschechiens Präsident Miloš Zeman über seine Kritiker, die er pauschal „Prager Kaffeehausgänger" nannte. Er fand in Wahrheit einen nicht ganz so schönen Ausdruck. Aber man weiß, dass es mitunter nicht schicklich ist, das Staatsoberhaupt wörtlich zu zitieren. Also bleibe ich bei dieser netten, unverfänglichen Bezeichnung.

 

Bild: Wahlurne

Die "Babišisierung" der Republik schreitet voran. Babiš verkennt aber, dass seine Bewegung längst als "normale" Partei wahrgenommen wird. Das hat irgendwann Konsequenzen: ANO wird zunehmend auch an den Ansprüchen einer Partei gemessen werden - das wird den Höhenflug auch mal stoppen.

 

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