Plakatausschnitt: Münchner Leerstellen

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Aufarbeitung der NS-Verbrechen zwar weit fortgeschritten – vollständig ist sie jedoch noch lange nicht. Dies zeigt das studentische Projekt „Münchner Leerstellen“ aus München und Regensburg, das vor Kurzem online gegangen ist.

 

Foto: Das ursprüngliche Goethe-Denkmal mit Sockel in Karlsbad

Als Marek Kokš vor etwa einem Jahr im westböhmischen Kurort Karlsbad (Karlovy Vary) mit seinem Bagger eine Fläche für neue Parkplätze planierte, stieß er auf einen gewaltigen Stein. Das Ding, so viel war klar, musste weg. Aber wohin damit? „Einfach auf eine Müllkippe?“, kratzte sich der Baggerfahrer fragend hinter'm Ohr. Dafür sah der große Quader zu schade aus. Kokš kam eine bessere Idee.

 

Bild aus dem Comic-Roman "Der Papierene" von Sascha Dreier

Das Österreichische Kulturforum beginnt das Jahr 2016 mit der Eröffnung der Wanderausstellung „Der Papierene“ in Zlín. Der titelgebende Comic-Roman von Sascha Dreier zeigt das fußballverrückte Wien der Zwischenkriegszeit. Dabei taucht natürlich Matthias „der Papierene“ Sindelar, der als Matěj Šindelář in Koslau (Kozlov) bei Iglau (Jihlava) geboren wurde, aus.

 

Foto Myriam Schütze als kleines Kind - Bild: Myriam Schütze Privatarchiv

Am Freitag, den 27. November, lädt die Brücke/Most-Stiftung um 19:30 Uhr in die Brücke-Villa (Reinhold-Becker-Str. 5 in Dresden) zu einem bewegenden Zeitzeugengespräch mit Myriam Schütze ein. Sie berichtet über ihr Schicksal als Kind auf der Flucht. Als Kind entkam sie dem Konzentrationslager, weil die Bombardierung Dresdens dem Abtransport zuvor kam. Sie sagt: „Ich habe das Glück, nie Hass empfunden zu haben“.

 

 

Foto: Hellmuth Karasek auf der Leipziger Buchmesse 2013 - Bild: Wikipedia/Lesekreis

Am 29.9.2015 verstarb der deutsche Literaturkritiker und Schriftsteller Hellmuth Karasek im Alter von 81 Jahren in Hamburg. Karasek war 1934 in Brünn geboren worden und floh mit seinen Eltern 1944 vor der vorrückenden Roten Armee aus dem schlesischen Bielsko-Biala (Bielsko-Biała) nach Sachsen-Anhalt. 

 

 

Foto: Jonathan Meeses Performance von oben - Bild: LE/Marielle Auriga

Die Eröffnung der Ausstellung „Künstler und Propheten. Eine geheime Geschichte der Moderne 1872-1972“ im Messepalast enthielt einen spektakulärem Live-Performanceakt des deutschen Künstlers Jonathan Meese. Am vergangenen Dienstagabend, 21.7, präsentierte er seine Bildinstallation „My Über Daddys" begleitet von seiner Performance mit dem Titel „'You', Living in the Erzbox: L.O.V.E de LARGE (Visiontelefon)". Seine Performance war dabei ganz der Architektur der Messehalle angepasst. Von den Stockwerken konnten die Besucher den deutschen Künstler in seiner exzentrisch gestalteten Holzkiste von oben betrachten, über Lautsprecher wurde seine Stimme übertragen.

 

 

Logo: Jugend debattiert international

Nachdem kürzlich bereits Tschechiens größtes Talent in Sachen Erfindergeist im Rahmen von „Deutsch für helle Köpfe“ gekürt wurde, wird am 14. Mai nun der beste Debattierer  beziehungsweisedie die beste Debattiererin gesucht. Im tschechischen Landeswettbewerb von „Jugend debattiert international“ beweisen Schüler ihre Kompetenz und Diskursfähigkeit in der deutschen Sprache. Die tschechische Ausgabe ist dabei einer von acht Länderwettbewerben in Mittel- und Osteuropa von „Jugend debattiert international“.

 

Szene: Kafka auf Kur - Bild: Karlstruppe

Franz Kafkas Werk ist zeitlos, gehaltvoll und kann auf unterschiedlichste Art und Weise interpretiert werden. Ende dieses Monats gibt es im Prager Goethe-Institut nun eine Theater-Inszenierung zu sehen, die sich vor allem um Kafkas physische und psychische Leiden dreht. Den Rahmen dafür bilden Kafkas zahllose Kuraufenthalte in ganz Europa und sein Verhältnis zu sich und seiner Umwelt während dieser Aufenthalte. Aufgeführt wird „Kafka auf Kur“ vom Prager Studententheater „Karlstruppe“.

 

Foto: Ostermarkt in Brünn - Bild: LE/tra

Die LandesEcho-Redaktion wünscht allen Freunden und Lesern ein schönes Osterfest und ruhige Feiertage.

Mit besten Grüßen von der Moldau,
Ihr LandesEcho

 

Logo: Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren

Ein sehr komplexes Thema hatte sich das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren für den Auftakt seiner Frühlingsreihe von Vorträgen in Zusammenarbeit mit der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität am 17. März ausgesucht. Zwei junge Doktoranden, Václav Smyčka und Jaromír Mrňka, sprachen zur Problematik der „Aussiedlung / Vertreibung im zeitgenössischen kollektiven Gedächtnis“. Die Moderation übernahm der Germanist und Literaturwissenschaftler Manfred Weinberg.

 

 

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