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Ein bisschen Dada dieser Typ

Grafik: Manifest Da-Da

Als wenig konventionell kann das Werk Walter Serners bezeichnet werden. Bei der Vorstellung seines Dada-Manifests „Letzte Lockerung“ 1919 in Zürich kam es sogar zu Tumulten. Dies wohlgemerkt in den Reihen der wenig bürgerlichen dadaistischen Bewegung, zu deren wichtigen Vertretern er heute gezählt wird. Das Manifest gilt als radikalstes Werk dieser Gattung. Die tschechische Übersetzung von Radovan Charvát wird nun vorgestellt. Am 23.10. im Literaturcafé Řetězová in Prag kann diese näher kennengelernt werden.

 

Walter Serner wurde 1889 in Karlsbad (Karlovy Vary) geboren, studierte in Wien, arbeitete in Berlin und floh vor Einberufung und Verhaftung 1914 in die Schweiz. Dort pendelte er von Zürich zwischen Genf, Italien und Frankreich.

Als er dann 1919 sein Manifest „Letzte Lockerung: Manifest Dada“ vorstellte kam es zur beschriebenen Situation. Serner vielmehr ein Getriebener wollte sich nicht in den Zentren des Dadaismus niederlassen und zog weiterhin umher. Er kehrte dem Dadaismus den Rücken und verfasste Kriminalromane. Da jüdischer Herkunft, wurden seine Bücher im Nationalsozialismus verboten, sein Schicksal endete in der Nähe von Riga, wo er nach einiger Zeit im Prager Ghetto und in Theresienstadt, vermutlich im Jahre 1942 ermordet wurde. Wie so viele Autoren dieser Zeit, vergessen, wurde sein Werk erst in den 1960er Jahren durch die dadaistische Bewegung wiederentdeckt. Die tschechische Übersetzung, in seiner Heimat, ist ein weiterer Schritt in dieser Richtung.

Veranstaltet wird die Buchvorstellung vom Goethe-Institut Prag und dem Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren, in Zusammenarbeit mit dem Literaturwettbewerb „Walter-Serner-Preis“ des Prague Writer´s Festivals.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf den Seiten des Goethe-Instituts: hier.

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