Der Ackermann auf Reisen

Plakat zur Aufführung "Der Ackermann und der Tod"

Nein hier geht es nicht um die Finanzwelt, sondern um eine circa 600 Jahre alte Figur, die zugegeben nur literarischer Natur ist. Johannes von Saaz (Jan ze Žatce) schuf in seinem Werk „Der Ackermann und der Tod“ ein literarisch und theologisch wertvolles Werk, das nun als Theateraufführung auf Tournee geht. Ab dem 18.10. geht es in verschiedene Städte in Süd-und Mitteldeutschland und am 02.11. kommt die Inszenierung auch nach Prag.

 

 

Vorgetragen und interpretiert von Dinah Politiki und Jan-Sandro Berner, beide mit großer Bühnenerfahrung bringt die Ackermann-Gemeinde mit ihren Kooperationspartnern anlässlich des 600 Jährigen Todestag des Autors, ein interessantes und zum Nachdenken bringendes Stück nahe.

Das Theaterstück, ein Zwiegespräch zwischen dem Ackermann, der seine Frau verloren hat, und dem Tod, handelt von Themen wie Liebe, dem Sinn des Sterbens und des Lebens. Dies alles sind Themen, die noch heute und auch in der Vergangenheit besondere Prägnanz besitzen und besaßen und Fragen aufwerfen. Gott muss am Ende in den Streit eingreifen und ihn schlichten. Dabei hat aber nicht Gott das letzte Wort, sondern der Ackermann. Er akzeptiert den Tod seiner Frau, ein emanzipierender Akt seiner Beziehung und des Dialogs mit Gott. Nicht umsonst nahm daher die Ackermann-Gemeinde den Namen des Protagonisten in ihren Namen auf, quasi als Leitfaden für ihre Arbeit.

Vielleicht kann daher das Theaterstück etwas dazu beitragen, sich mit der eigenen Vergangenheit und der Zukunft auseinanderzusetzen. Das betrifft nicht nur die Religion. Ansonsten ist das Werk und damit auch das Theaterstück ein literarisches Meisterstück aus dem böhmischen Lande und auch schon deshalb sehenswert.

Die genauen Spielzeiten und Orte der Theatertournee finden Sie auf der Seite der Ackermann-Gemeinde: hier.