Die Übersetzerin, Schriftstellerin und Journalistin Milena Jesenská erlebte und beschrieb die Höhen und Tiefen der deutsch-tschechisch-jüdischen Beziehungen der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Ein Sammelband vereint nun die Beiträge einer großen Jesenská-Konferenz zu Rezeption und Rezeptionsgeschichte und wird am 26. Januar im Österreichischen Kulturforum in Prag vorgestellt.

Die Erinnerung an Milena Jesenská wird oft geprägt durch ihre Beziehung zu Franz Kafka, dessen Erzählungen sie ins Tschechische übersetzte, woraus sich eine sehr enge Freundschaft entwickelte, die in unterschiedlicher Intensität bis zum Tod Kafkas hielt. Jesenskás Schaffensphase umfasst jedoch viel mehr als diese Jahre. Besonders ihre Sozialreportagen haben den verarmten Rand der Gesellschaft zum ersten Mal größeren Leserkreisen nähergebracht.

Bei der Konferenz „Milena Jesenská: Biographie, Zeitgeschichte und Erinnerung“ wurde 2014 intensiv auf Leben und Werk der Autorin eingegangen. Pavla Plachá und Věra Zemanová haben die Ergebnisse der Konferenzband zusammengefasst und nun im Verlag Aula herausgegeben. Im Rahmen der Buchvorstellung am 26.1. um 18 Uhr im Österreichischen Kulturforum Prag (Jungmannovo náměstí 18) werden Briefe Milena Jesenskás aus der Zeit ihrer Internierung im Konzentrationslager Ravensbrück vorgetragen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf den Seiten des Österreichischen Kulturforums: hier.

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