Gemeinsamkeit: Anlaufstelle Berlin

dieliebenmeinermutter

posterestante

Morgen (20.11.) erwarten die Besucher der Reihe „Prager Begegnungen“ des Goethe Instituts zwei Autoren, deren Lebenswege auf den ersten Blick unterschiedlich wirken. Peter Schneider, Jahrgang 1940 Lübeck, war nach einer bewegten Jugend Redenschreiber für Willy Brandt, Wortführer der Berliner Studentenbewegung, Rundfunkmitarbeiter und später freier Romanautor und Essayist. Das Podium teilt mit ihm der Jindřich Mann, Jahrgang 1948 Prag, Sohn von Ludvík Aškenazy und Enkel von Heinrich Mann. Ihn zog es nicht in die Politik, sondern zum Theater. Die Niederschlagung des Prager Frühlings im Jahr 1968 zwang ihn aber in die Emigration. Hier kreuzen sich die Lebenswege der Autoren kurz, da sich Mann seinen Studienwunsch zur selben Zeit in Berlin erfüllte, als auch Schneider dort unterwegs war. Die unterschiedlichen Eindrücke der Zeit dürften für ein interessantes Gespräch sorgen, das bei der Veranstaltungsreihe neben Lesungen aus Werken beider Autoren stets dazugehört.

Vorgestellt werden die autobiographischen Romane „Die Lieben meiner Mutter“ von Peter Schneider und „Prag, Poste restante“ von Jindřich Mann. Beide Bücher sind im Original auf Deutsch erhältlich, Manns Roman liegt auch in einer vom Autor selbst übersetzten und überarbeiteten Version auf Tschechisch vor.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf den Seiten des Goethe Instituts: hier.