Franz Kafkas Werk ist zeitlos, gehaltvoll und kann auf unterschiedlichste Art und Weise interpretiert werden. Ende dieses Monats gibt es im Prager Goethe-Institut nun eine Theater-Inszenierung zu sehen, die sich vor allem um Kafkas physische und psychische Leiden dreht. Den Rahmen dafür bilden Kafkas zahllose Kuraufenthalte in ganz Europa und sein Verhältnis zu sich und seiner Umwelt während dieser Aufenthalte. Aufgeführt wird „Kafka auf Kur“ vom Prager Studententheater „Karlstruppe“.

 

 

Inhaltlich wird sich die Inszenierung an verschiedenen Briefkorrespondenzen, Tagebuchauszügen sowie auch Teilen des „Prozess“-Fragments orientieren, die das Ensemble der „Karlstruppe“ um Regisseur Boris Blahak dramatisiert, modifiziert, improvisatorisch erweitert und zu einem eigenen Handlungsverlauf zusammenfügt.

Analog zu den ausgewählten Schriften, wird dabei vor allem Kafkas Verhältnis zur Welt, die sich ihm auf Kur und im Sanatorium offenbart, im Zentrum stehen. Aber auch mit den sich ihm zeit seines Lebens stellenden Fragen rund um die Schriftstellerexistenz, das Judentum und zwischenmenschliche Beziehungen wird sich intensiv auseinandergesetzt.

Die Inszenierung erfolgt dabei im Rahmen der von der Karlstruppe organisierten „Kafka-Trilogie“. Die Inszenierung „Kafka auf Kur“ stellt nach der im letzten Jahr ebenfalls im Goethe-Institut gezeigten „Kafka-Collage.14/90“ (die LandesZeitung berichtete: hier) nun den zweiten Teil der vom deutschsprachigen Studententheater des Instituts für germanische Studien der Karls-Universität in Prag geplanten Trilogie dar.

Die Premiere des Stücks findet am 29. April mit zwei Aufführung um jeweils 17 und 19 Uhr im Prager Goethe-Institut statt. Weitere Aufführung folgen zudem im Mai und Juni im „Divadlo Dialog“ in Pilsen (Plzeň), dem „Divadlo Barka“ in Brünn (Brno) sowie dem „Divadlo Baráčnická rychta“ in Prag.

Veranstaltet werden die Aufführungen vom Institut für germanische Studien der Karls-Universität Prag sowie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Der Eintritt ist frei und die Aufführungen finden in deutscher Sprache statt.

Weitere Informationen finden sie auf der Website des Goethe-Instituts: hier.

 

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