Der österreichische Schriftsteller und Dramatiker Werner Schwab hatte ein kurzes und schwieriges Leben. Obwohl er nur 36 Jahre alt wurde, hinterließ er dennoch einen bleibenden Eindruck nicht nur in der österreichischen Literaturszene. Die germanistische Theatergruppe der Karlsuniversität „Dreikronentruppe“ führt am 1. April nun sein Stück „ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM. Ein europäisches Abendmahl“ im Prager Goethe-Institut auf.

Den Grazer Schwab zog es schon seit seiner Jugend zur Kunst. Seine eigenwilligen Schöpfungen ließen ihn aber oft anecken. Zusammen mit Erwin Wurm (landesecho.cz Kurzvorstellung: hier) arbeitete er in einer Grazer Galerie und hatte so die Gelegenheit, Erfahrungen in der Kunstszene zu sammeln. Schließlich erhielt er die Gelegenheit, die Akademie der Bildenden Künste in Wien zu besuchen. Er verließ die Akademie jedoch, um sich dem Schreiben und der Schöpfung von Skulpturen auf dem Land zu widmen. Seine Texte stießen bei den Literaturzeitschriften auf wenig Gegenliebe und so musste er sich mit Hilfsarbeiten den Lebensunterhalt verdienen. Erst 1990, vier Jahre vor seinem Tod, nahm Werner Schwabs Künstlerkarriere Fahrt auf. 1991 dann kam mit ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM. Ein europäisches Abendmahl“ der Durchbruch und Schwab wurde von der Zeitschrift „Theater heute“ zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gekürt.

Die Dreikronentruppe hat „ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM. Ein europäisches Abendmahl“ bereits im Januar in Prag aufgeführt und zeigt nun am 1.4. im Goethe-Institut (Masarykovo nábřeží 32, Prag 1) eine neue Version in Form einer experimentellen Lesung. Die deutschsprachige Aufführung beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf den Seiten des Goethe-Instituts Prag: hier.

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