Die nächsten Tage bieten wieder ein vielfältiges Kulturprogramm: Unter den Händen von Schnitzkünstlern entstehen in Datschitz (Dačice) Kunstwerke aus Holz, ein internationales Musikfestival eröffnet in Dobrsch (Dobrš) neue Einblicke in die Welt der Musik, man kann bei der Restaurierung eines Anwesens in der ehemaligen deutschen Sprachinsel Lissowitz (Lysovice) mitwirken oder an einer grenzübergreifenden Wanderung in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz teilnehmen.

 

Tor zur Welt der Musik

An diesem Wochenende lockt das Internationale Musikfestival „Dobršská brána“ Musikliebhaber in das südböhmische Dörfchen Dobrsch (Dobrš). Das Festival findet dort bereits zum dritten Mal statt und bietet seinen Besuchern auch in diesem Jahr einen Exkurs in die bunte Welt der Musik.

Am 16. und 17. August werden neben Musikern aus Tschechien, Norwegen und Japan auch zwei deutsche Künstler die Bühnen von Dobrsch betreten: Matthias Schriefl und Simon Rummel. Die beiden Jazz-Musiker geben neben eigenen Kompositionen auch ihre Interpretationen von alten deutschen Trinkliedern und barocken Chorälen zum Besten. Mit ihrem musikalischen Spaziergang durch die verschiedenen Genres reihen sie sich perfekt in das Gesamtkonzept des Festivals ein: Dank der fließenden Grenzen zwischen den unterschiedlichen Musikgenres kommen Liebhaber des Jazz in Dobrsch genauso auf ihre Kosten wie die der Volksmusik und klassischer Kammermusik.

Weitere Informationen zu den Eintrittspreisen sowie dem Programm finden Sie auf der Webseite des Festivals: hier.

Holzkunst in Datschitz

Im südböhmischen Datschitz (Dačice) stehen diese Tage ganz im Licht des Handwerks. Die Stadt lädt zum elften Schnitzersymposium ein, welches bereits seit dem 12. August in vollem Gange ist.

Am Samstag (17. August) gibt es ab 14 Uhr im Rahmen der Vernissage die vollendeten Kunstwerke aus Holz zu sehen. Im Anschluss werden sie der Stadt Datschitz überreicht. Noch am Freitag haben die Besucher des Schnitzersymposiums zudem bis 18 Uhr die Gelegenheit, den Schnitzkünstlern bei der Arbeit über die Schultern zu schauen. Weiterhin können sie in der Glaswerkstatt verfolgen, wie zerbrechliche Kunstwerke aus Glas entstehen. Auch an musikalischer Begleitung fehlt es nicht: Noch am Freitag tritt im Rahmen der täglichen Musikabende das Country-Quartett „Šašské komorní country kvarteto“ auf.

Das Schnitzersymposium sowie die abschließende Vernissage finden im Kancnýř-Garten auf dem Palacký-Platz in Datschitz statt. Der Eintritt ist kostenlos. Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie der Webseite der Stadt Datschitz und dem Flyer zur Veranstaltung: hier.

Der Schneeberg - Foto: Jana HeenenWandern über Grenzen

Wer in diesen Tagen ein bisschen Bewegung und Natur braucht, der ist in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz mit Sicherheit gut aufgehoben. Um an einem Erlebnis in einem der schönsten Wandergebiete Europas teilzuhaben, muss man sich nicht einmal dort auskennen.

An diesem Wochenende startet die einwöchige, in deutscher Sprache geführte Wandertour durch die Felsen und Schluchten des „Internationalparks“ Sächsisch-Böhmische Schweiz. Die Teilnehmer kommen mit Hilfe eines erfahrenen Nationalparkführers auf den weniger bekannten Wegen mit der sie umgebenden Landschaft in direkten Kontakt.

Die siebentägige Wanderreise beginnt auf der deutschen Seite in Pirna und endet mit einer Wanderung auf den Hohen Schneeberg bei Tetschen (Děčín) in Böhmen. Weitere Informationen zur Böhmisch-Sächsischen Wanderwoche finden Sie auf der Internetseite von Sächsisch-Böhmische Schweiz Tours: hier.

Restaurierungsworkshop in Lissowitz

Im Rahmen eines öffentlichen Workshops, den der Národní památkový ústav (dt.: Nationales Denkmalamt) veranstaltet, können die Teilnehmer an diesem Samstag (17. August) lernen, wie die Restaurierung eines historischen Anwesens vonstattengeht.

Unter der Anleitung von Experten bekommen die Teilnehmer in der Gemeinde Lissowitz (Lysovice) bei Brünn einen Einblick in die Thematik der Restaurierung und die einzigartige Gelegenheit, an einer solchen mitzuwirken. Der Workshop umfasst die Ausbesserung des Mauerwerks aus Lehm und des Putzes am Haus, aber auch die aufgemalten Verzierungen und Ornamente sollen Gegenstand der Veranstaltung sein.

Bei dem Objekt handelt es sich um ein landwirtschaftliches Anwesen auf dem Gebiet der ehemaligen deutschen Sprachinsel, deren Zentrum die Stadt Wischau (Vyškov) war. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie auf der Webseite des Národní památkový ústav: hier.


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