Foto: Stand bei der Bärnwalder Wallfahrt - Bild: Richard Neugebauer

Die Einweihung des neuen Altars der Kirche Mariä Himmelfahrt und das Konzert der Königgrätzer (Hradec Králové) Philharmonie und des Spiritual-Quintetts sorgten vom 13. bis 14. August erneut für einen Zustrom der Pilger. Denn obwohl die Ortschaft Bärnwald hinter dem Adlergebirgskamm liegt, damit nicht einfach erreichbar ist und sich zusätzlich in einem Handysignalloch befindet, sind dieses Jahr fast zweitausend Besucher gekommen.

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Der Sommer ist langsam vorbei, es wird kälter und viele Galerien kehren mit neuen Ausstellungen aus dem Sommerurlaub zurück – zum Glück für mich. Mein Aufenthalt in Prag ist bald vorbei – Pech für mich. Es bleibt wenig Zeit. Eine Galerie, die ich mir hier unbedingt noch anschauen wollte, ist die im Rudolfinum. Ich hatte schon oft gehört und gelesen, wie gut die Galerie sein soll. Nicht ohne Grund wie ich feststellte.

 

Sudetistanisches Industrieidyll - Bild: LE/Jiří Bernard

Ich bin ganz erschüttert. Vor ein paar Tagen ist mir ein Artikel ins Auge gestochen, der recht furchterregende Informationen enthielt: Es gibt kaum noch junge Tschechen, die in unserem böhmisch-mährischen Kessel leben wollen.

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Mein Vorhaben deutsche Künstler in den Prager Ausstellungen ausfindig zu machen, gestaltet sich schwieriger als gedacht. Nach einigen erfolglosen Recherchestunden vor dem Laptop entschied ich mich dazu mir einfach ein paar Ausstellungen anzusehen. So landete ich auf der Suche nach den kreativen Ergüssen deutscher Künstler im Haus der Fotografie der Galerie der Hauptstadt Prag (Galerie hlavního města Prahy).

Sudetistanisches Industrieidyll - Bild: LE/Jiří Bernard

„Deutsch? Damit kommst Du bei mir nicht weit, Jüngelchen“, sagt stolz der Opa, dem etwa ebensoviele Träume wie Haare geblieben sind. Die Tatsache, dass er gerade einmal zehn Kilometer von Deutschland entfernt wohnt, scheint ihm verborgen geblieben zu sein. Zumindest solange, bis es im Altenberger Supermarkt Schinken im Sonderangebot gibt.

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Ich muss zugeben - Ich wollte nicht immer Journalist werden. Mehr als einmal besuchte mich ein anderer Gedanke. Das Leben eines Künstlers, das wär’s. Von Beruf kreativer Kopf sein, Kunstwerke schaffen und Ausstellungen überall auf der Welt, klingt doch soweit nicht schlecht. Leider scheiterte dieser Berufswunsch schon an meinem mangelnden Enthusiasmus dafür eine Mappe für ein Kunststudium zu erstellen.

Illustration: Sudetistanische Industrielandschaft - Bild: LE/Jiří Bernard

Mehr denn je ertönt heute im öffentlichen Diskurs die Frage „Wie versöhnt man Tschechen und Deutsche?“ Schon dieser Grundansatz führt jedoch in die falsche Richtung und man entfernt sich vom ersehnten Ziel, statt sich ihm zu nähern.

Illustration: Sudetistanische Industrielandschaft - Bild: LE/Jiří Bernard

„Sie haben gut reden, wenn Sie nicht im Schacht schaffen!“ tönt es lakonisch durch das Mekka der Bodenständigkeit, den Kreis Aussig. Es ist das Mantra der Kohlenkumpels, das wie Familiensilber von Generation an Generation weitervererbt wird. Noch schlimmer ist: Das wird auch so weitergehen.

Illustration: Sudetistanische Industrielandschaft - Bild: LE/Jiří Bernard

Wenn ich auf der Suche nach Exotik bin, zieht es mich nicht in die fernen Gefilde weitläufiger Karibikstrände oder undurchdringliche Urwälder. Für mich als bekennenden Sudetistaner liegt die wahre Exotik in den mir unbekannten Tiefen und Winkeln unseres böhmisch-mährischen Kessels.

Illustration: Sudetistanisches Industrieidyll - Bild: LE/Jiří Bernard

„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon“, fragt bei Goethe das Gretchen ihren Heinrich. Eine Frage, die auch heute noch interessant ist. Besonders in Sudetistan. Wie hält man es dort heute mit Dingen der religiösen und metaphysischen Art? Ich würde sagen, seit der Entstehung Sudetistans zur Zeit der Wilden Vertreibung, steht man diesen Dingen eher unaufgeschlossen gegenüber. 

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Čau, čau und mňau: Schmidts Katze Mourinka und ihre ganz eigene Sicht auf das Weltgeschehen rund um Tschechien. Zwischendurch kann man sie auch auf ihrer miez-eigenen Facebook-Seite lesen:

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