LandesBlog – Ankunft in Prag Teil II

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Nachdem ich im letzten Teil erfolgreich meine Koffer gepackt, mich von der Familie und Freunden verabschiedet habe und mit dem Fernbus in Prag angekommen bin, mache ich diesmal Bekanntschaft mit der Metro und meinem neuen Mitbewohner.

Nach meiner Ankunft in Prag war ich erstmal damit beschäftigt, mit meinem Koffer bepackt die Metrostation zu finden. Das gestaltete sich zum Glück auch recht einfach, da am Busbahnhof Florenc überall Pfeile zur Station zeigen. Die Schwierigkeiten begannen erst am U-Bahnhof, denn anders als in Deutschland haben die meisten Ticketautomaten hier keinen Einzug für Scheine.

Leider habe ich vorher in Deutschland nur Scheine gewechselt bekommen und kein Kleingeld. Ohne Kleingeld aber kein Ticket. Und ohne Ticket kann es eine sehr teure Fahrt werden (bis zu 1500 Kronen, oder 800 Kronen bei sofortiger Bezahlung der Strafe für Schwarzfahrer). Also habe ich kurz mit dem Gedanken gespielt mit dem Taxi zu fahren.

Aber über die Taxifahrer in Prag habe ich bis jetzt nicht viel Gutes gehört. Wenn man an den  Falschen gerät, dann bezahlt man als Touristen gerne mal das Fünf- bis Zehnfache des eigentlichen Preises. Taxifahren kam also nicht in Frage. Kurzerhand einfach etwas zu trinken gekauft und ‚Tada!‘: Kleingeld. Ticket gekauft und ab zur Rolltreppe.

Metro-Rolltreppe in Prag - Foto: Sebastian Schumann

Und schon steht man vor einem weiteren Highlight: den schnellen Rolltreppen der Metro in Prag. Es ist ein bisschen so, als würde man einen Berg herunterrasen. Wer das noch nicht erlebt hat, der hält den Blick erstmal nur auf den Stufen der Rolltreppe. Wer nach oben oder nach unten schaut, den überkommt ein mulmiges Gefühl. Wenn dann noch Personen an einem vorbei die Rolltreppe runterlaufen, fragt man sich unweigerlich, ob diese ein wenig lebensmüde sind. Aber das ist wahrscheinlich Gewöhnungssache.

Funfact: In Prag gibt es mit 87 Metern die längste Rolltreppe der Europäischen Union in der Metrostation Náměstí Míru. Die Dauer einer Fahrt dauert dort etwas über 2 Minuten.

Nach drei Stationen war die Fahrt aber auch schon wieder vorbei. Von der Station I.P. Pavlova bis zu meiner Unterkunft waren es dann nur noch zehn Minuten. 20 Minuten bei mir, da ich erstmal in die falsche Richtung gelaufen bin. Dennoch habe ich es geschafft in meiner Unterkunft ohne größere Schäden anzukommen.

Metro-Haltestelle I.P. Pavlova - Foto: Sebastian Schumann

Dort habe ich meinen neuen russischen Mitbewohner kennengelernt, der es scheinbar gerne warm mag, da die Heizung fast glühte. Nach ein paar Erklärungen auf Englisch war ich dann erstmal froh über Strom, damit ich daheim Bescheid sagen konnte, dass ich gut angekommen bin.

Leider habe ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel von Prag sehen können, da es inzwischen dunkel geworden war und ich froh war im Bett zu liegen und einfach nur zu schlafen.