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Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds stellt Jahresthema 2014 vor

dt tsch zukunftsfondsSeit 2012 stellt der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds jedes Jahr ein neues Thema in den Fokus seiner Förderung. Grenzübergreifende Projekte mit aktiven Partnern auf deutscher und tschechischer Seite können neben der durchgängigen Förderpraxis auch speziell zu dem gerade aktuellen Jahresthema Anträge auf Beihilfen einreichen, die dann 70% der Gesamtkosten erreichen können. Dieses Setzen eines Förderschwerpunktes wurde 2012 mit dem Thema Sprachförderung erfolgreich getestet. Das Jahr 2013 stand dann unter dem Motto „Erziehung zur Demokratie und Prävention von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus“. Zu diesem Thema wurden bereits 33 Projekte unterstützt und Anfang Dezember sollen noch einmal zehn weitere Kooperationsabkommen geschlossen werden. Im nächsten Jahr lenkt der Zukunftsfonds sein Augenmerk auf ein brisantes Thema, das gerade in der deutsch-tschechischen Grenzregion für Probleme und Vorurteile sorgt. Es geht um den Drogentourismus und darum, wie man die Drogenprävention effektiver und grenzübergreifend gestalten kann.

Gerhard Krones, Leiter der Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme im oberpfälzischen Weiden, wies anlässlich der Vorstellung des neuen Jahresthemas „Drogenprävention“ auf die seit 2011 sprunghaft angestiegene Zahl der Crystal Speed Nutzer in Bayern hin. Das schüre in der Grenzregion Ängste und Vorurteile, weil Tschechien auch in den Medien immer wieder als Crystal-Herkunftsland genannt werde. Die Drogenproblematik ist aber ein gesamtgesellschaftliches und grenzübergreifendes Problem, das man nicht nur mit rigoroser Bestrafung der Nutzer lösen kann. Die Oberpfälzer Initiative „Need no Speed“ versucht deshalb schon jetzt die Prävention auf ein breites Fundament zu stellen. Es findet eine Vernetzung zwischen Eltern, Lehrern und Polizei statt, noch bevor in den Schulen Präventionsmaßnahmen an die Schüler herangetragen werden. Man hofft so, die Wirkung nachhaltiger gestalten zu können. Um aber wirklich das Problem des Drogenkonsums in der Grenzregion angehen zu können, ist man auf die Mithilfe tschechischer Partner angewiesen.

 

 

Die Geschäftsführer des Zukunftsfonds, Joachim Bruss und Tomáš Jelínek, wiesen auf die Aktualität der Drogenproblematik hin. Nicht nur Crystal, sondern auch andere Drogen sind eine Belastung für die grenzübergreifenden Beziehungen. Dem wachsenden Unmut entgegen zu wirken ist ein wichtiger Baustein des Gesamtkonzeptes des Jahresthemas 2014. Es sind dazu besonders neue Projektträger aufgerufen, ihre Ideen zu Projekten auszugestalten, damit die deutsch-tschechische Kooperation einen stabilen Unterbau erhält. Der Zukunftsfonds erwartet nämlich auch bei diesem Jahresthema keine schnellen Patentlösungen. Es geht vielmehr um strukturelle Veränderungen bei der Lösungsfindung.

Informationen zur Förderung und zu den Ansprechpartnern beim Zukunftsfonds finden Sie: hier.

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