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Aus dem Leben gegriffen

Mitte Februar trafen sich Mitglieder der Landesversammlung und des Kulturverbands, um erste Ideen für das entstehende Planspiel zu diskutieren.

 

Die Entwicklung des Planspiels unter dem Arbeitstitel „Der Minderheit eine Stimme geben“ geht in die erste Runde. Um das Szenario, das möglichst realitätsnah die Situation der deutschen Minderheit in Tschechien widerspiegeln soll, zu entwerfen, sind die Vertreter vom CIVIC Institut für internationale Bildung Holger-Michael Arndt und Alexander Burka auf die Angehörigen der deutschen Minderheit angewiesen. Das Planspiel-Projekt setzt CIVIC im Auftrag des Instituts für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Minderheit um. Dabei wird ein bereits seit mehreren Jahren in Polen erfolgreich durchgeführtes Szenario auf die Verhältnisse und Bedingungen der Tschechischen Republik zugeschnitten.

Vom persönlichen Erleben...

Nach den ersten Gesprächen mit dem CIVIC Institut Ende Januar, bei denen sich bereits Themenschwerpunkte herauskristallisiert hatten, ging es nun um detaillierte Informationen. Bereits in einer ersten Vorstellungsrunde wurden viele Erlebnisse, die für die deutsche Minderheit in Tschechien als typisch gelten können, angesprochen. Anschließend disku- tierten die Teilnehmer in kleinen Gruppen zu drei besonders wichtigen Themen, die in der einen oder anderen Form in Böhmen, Mähren oder Schlesien eine Herausforderung an die Deutschböhmer, Deutschmährer oder Deutschschlesier stellen: „Wie können wir es schaffen, dass wir die Ämter und Aufgaben von der noch aktiven älteren Generation auf die mittlere und jüngere Generation übergeben und gleichzeitig alle weiterhin miteinbeziehen“, war eine der Fragen, der auch LV-Präsident Martin Dzingel nachging. In einer weiteren Gruppe wurde die Beziehung zu der tschechischen Mehrheitsgesellschaft beleuchtet. „Wir müssen die Wahrheit zu unserer Vergangenheit öffentlich vertreten und uns gegen eine Instrumentalisierung der Geschichte einsetzen“, war der einhellige Tenor dabei. Irena Novák, Vorsitzende des Kulturverbands, stellte sich in einer dritten Gruppe die Frage: „Wie schaffen wir es, dass unsere Kinder Deutsch häufiger als Muttersprache und nicht nur als Unterrichtssprache lernen?“

Die Planspielentwickler Holger-Michael Arndt und Alexander Burka ließen alle Teilnehmer erzählen, hatten ein offenes Ohr für ihre Lebensgeschichten und stellten zahlreiche Nachfragen. Am Ende der eineinhalb Tage entstand dadurch ein recht buntes Bild des Lebens der deutschen Minderheit in Tschechien. Durch die Gespräche und die lebendige Zusammenarbeit mit den Minderheitenvertretern offenbarte sich ihnen als Außenstehende doch ein intensiver Blick ins Innere des Lebens eines „Český Němec“. Aus diesen vielen Informationen wird in den nächsten Wochen nun ein fiktives Szenario für die Simulation entstehen.

...zum Szenario

„Alle diese Erzählungen werden Grundlage für ein Szenario sein, das so zwar nie stattgefunden hat, aber genau so sehr gut irgendwo in Tschechien – vielleicht an der Grenze von Böhmen und Mähren – hätte stattfinden können“, erklärt Alexander Burka.

Ende April – vom 26. bis 28. – werden dann neugierige Pioniere jeder Altersstufe aus Böhmen, Mähren und Schlesien gemeinsam zum ersten Mal die Gelegenheit haben, in diese fiktive Situation einzutauchen. Diese Simulation wird einen Rahmen bilden, um Antworten auf die ganz konkreten Fragen und Anliegen der deutschen Minderheit in Tschechien zu suchen und sie ausführlich zu diskutieren. Merken Sie sich also bereits heute das Datum vor und verpassen Sie es nicht, sich frühzeitig für diese Simulation anzumelden unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Die Unterkunfts- und Verpflegungskosten werden übernommen.

Die Autorin ist ifa-Kulturmanagerin bei der Landesversammlung

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