Initiative Denkmalpflege

Foto: Begegnungszentrum Brünn - Foto: LE/tra

Überall in Tschechien sind vereinzelt Gräber, alte Wegkreuze oder verfallene Kapellen zu finden. Viele von ihnen sind vergessen, mit Efeu überwuchert und ihre Inschriften kaum mehr zu entziffern. Verschiedene Initiativen versuchen die Gräber aufzufinden und vorsichtig zu restaurieren. Im Begegnungszentrum in Brünn stellt Heimatpflegerin Zuzana Finger am 1. November eine dieser Initiativen zur deutsch-tschechischen Denkmalpflege vor.

Zuzana Finger wurde in der damaligen Tschechoslowakei in Sala (Šaľa) geboren. Hier wuchs sie in einer Umgebung auf, die von der Vertreibung von der deutschen und ungarischen Bevölkerung gezeichnet war. Sie studierte Germanistik und später Slawistik in der ehemaligen DDR und arbeitet heute für die Bewahrung der Kulturgeschichte des Mitteleuropäischen Raums in München.

Das Thema der Präsentation ist „Kleine Sakraldenkmäler heute: renovieren oder verfallen lassen? Deutsch-Tschechische Denkmalpflege in der Tschechischen Republik. Projektbeispiel der Heimatpflege der Sudetendeutschen und des Vereins Omnium z.s.“. Hierbei erzählt Zuzana Finger von ihrer Arbeit als sudetendeutsche Heimatpflegerin.

Zu diesem Thema ist in diesem Jahr aus der Arbeit des tschechischen Regierungsamtes, des Regierungsrates für nationale Minderheiten und der entsprechenden Arbeitsgruppe der tschechischen Regierung mit entscheidender Beteiligung der deutschen Minderheit ein Handbuch für Gemeinden entstanden. Interessierte Gemeindevertreter finden darin praktische Handreichungen zur Erhaltung und Renovierung der Friedhöfe in ihrer Region sowie Beispiele bereits erfolgter Instandhaltungsmaßnahmen. Die Broschüre ist auf Tschechisch und Deutsch beim Ministerium für Regionalentwicklung erschienen.

Die Veranstaltung findet im Begegnungszentrum Brünn (Jana Uhra 12) am 1. November um 15 Uhr statt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Begegnungszentrums: hier.