Kein Ruhen der Amtsgeschäfte

Foto: Günter Krings - Bild: Commons/photo.martinkraft.com

Mit dem Ausscheiden von Hartmut Koschyk aus dem Deutschen Bundestag zum Ende Oktober, bat er die Bundesregierung ihn auch aus dem Amt des Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten zu entlassen. Um die Belange der Aussiedler und Minderheiten nicht aufs Abstellgleis zu stellen, wurde zum 1. November übergangsweise Günter Krings zum neuen Bundesbeauftragten ernannt.

„Viele Anliegen der deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler, Spätaussiedler und der in der Heimat verbliebenen Deutschen sind hochaktuell und dulden kein Ruhen der Amtsgeschäfte. Mit der Berufung Dr. Krings bleibt die Kontinuität dieses wichtigen Amtes gewahrt. Außerdem ist klar, dass eine unionsgeführte Regierung auch zukünftig einen Aussiedlerbeauftragten bestellen wird“, schrieb in seiner Stellungnahme Helmut Sauer, Bundesvorsitzender der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU (OMV).

Günter Krings ist seit 2013 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, in der vorherigen Wahlperiode des Bundestages war er stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion für die Bereiche Recht, Innen, Sport und Ehrenamt, Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler. Dem Deutschen Bundestag gehört er seit 2002 an und vertritt seitdem als Direktkandidat die Stadt Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen. In der CDU ist Krings Mitglied seit 1985, engagierte sich aber schon davor in der Jungen Union, der Jugendorganisation der CDU. Seit dem Jahr 2014 ist er Bezirksvorsitzender der CDU Niederrhein.

Günter Krings ist Jurist, arbeitete in Mönchengladbach als Rechtsanwalt, hatte seit 2004 einen Lehrauftrag und ist seit 2010 Inhaber einer Honorarprofessur an der Universität Köln. Ob er sein neues Amt als Aussiedler- und Minderheitenbeauftragter der Bundesregierung auch über die Übergangszeit ausüben wird, ist nicht bekannt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Wochenblatt.pl