Drei Völker vereint

Foto: Pfarrer Mariusz Banaszczyk - Bild: Manuela Leibig

Am 16. September ist es so weit: drei Völker (Deutsche, Polen und Tschechen) pilgern gemeinsam zu der Kirche auf dem Querberg (Příčný vrch) in Mährisch-Schlesien. Die Wallfahrt zur Mariahilf (Panna Maria Pomocná) beendet den Jahreszyklus der Minderheiten-Wallfahrten.

Pfarrer Mariusz Banaszczyk ist seit einem Jahr Rektor am Sanktuarium: „Hier fühlen wir uns wie bei der Ausgießung des Heiligen Geistes, also ein paar Tausend Menschen, drei Sprachen, jeder betet in seiner eigenen, aber jeder weiß und versteht, worum der Nachbar, der neben uns steht, betet. Es ist eine Zeit besonderen Segens, in der uns der Herr den Heiligen Geist erneut gibt, und die drei Völker, die zur Neuentstehung des Sanktuariums beigetragen haben, vereint”.

Die 22. Wallfahrt der Nationen beginnt um 9:30 mit einem Rosenkranz, um 11:00 Uhr beginnt die Heilige Messe. Drei Stunden später, um 14:00 Uhr wird die Andacht zu Ehren der Gottesmutter von Fatima gehalten. „Ich weiss, dass an jedem heiligen Ort gesagt wird, gerade diese Kirche ist besonders. Aber ich bin fest überzeugt, dass die Mariahilf-Kirche besonders ist. Das Gebäude wurde 1973 komplett von den Kommunisten zerstört. Doch Gott dachte sich: Kommunisten? Was solls, dann warte ich halt 20 Jahre. Und 1995 entstand das neue Gebäude”, so Pfarrer Banaszczyk, der die Wallfahrt nun das zweite Mal vorbereitet.

Dieser Artikel erschien zuerst im Wochenblatt.pl.