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Der Herbst in Brünn

Bild: Eduard Gurk - Brünn com Roten Berg aus. 1839

Bereits im September beteiligte sich der Deutsche Kulturverband Region Brünn mit mehreren Veranstaltungen an dem interkulturellen Brünner „Babylonfest“. In der alljährlichen Literaturwerkstatt präsentierte der Germanist Zdeněk Mareček Deutschlands Literatur-Nobelpreisträger und ihre Werke. Im Rahmen des musikalischen Programmteils stellte der Sänger Martino Hammerle-Bortolotti die in den 1940er Jahren zum weltweit bekannten Hit avancierte Melodie „Poem“ von Zdeněk Fibich vor.

Bei der open-air Präsentation des abschließenden Samstagnachmittags zeigten die Kinder der Brünner Grundschule Antonínská ihr Können in deutscher Sprache, Tanz und kleinen Vorführungen. Im Rahmen der Festwoche waren auch Vorstellungen der Minderheiten an Schulen eingeplant. Die deutsche Minderheit präsentierten Zdeněk Mareček und Milan Neužil sehr erfolgreich an der Grundschule Brno Jasanova.

Anfang Oktober konnte die Ausstellung „Preußen und Südmähren 1866“ nach Nürnberg und Austerlitz (Slavkov) während des Symposiums „Das Jahr 1866 in Südmähren“ im Staatsarchiv Nikolsburg (Mikulov), der Stadt des seinerzeitigen Vorfriedens von Nikolsburg, besichtigt werden. Am Symposium nahm auch VojenDrlík teil. Ab dem 8. November wird die Ausstellung in der Brünner Stadtbibliothek (Mahenovaknihovna, Brno-Kobližná) zu sehen sein.

Österreichs Manchester

Die diesjährige Sonderveranstaltung des Brünner Begegnungszentrums am 19. Oktober ist dem Thema der Brünner Textilindustrie gewidmet, die bis zur Hälfte des 20. Jahrhunderts einen nahezu legendären Ruf hatte. Das „Österreichische Manchester“ war eine Stadt, in der 1899 über 50 Großbetriebe Stoffe aller Art und Qualität produzierten und die Ware in alle Welt lieferten. Mit der fortschreitenden Industrialisierung ersetzten dann aber zunehmend Maschinen die menschliche Arbeitskraft.

Die historische Textilindustrie ist seit dem Erscheinen des Romans „Fabrika“ der Schriftstellerin KateřinaTučková und einer Ausstellung der Brünner Mährischen Galerie im Vorjahr zum fesselnden Thema für die Brünner Öffentlichkeit geworden. Begehungen historischer Fabrik-Standorte, Vorträge und Autorenlesungen sind seither sehr gut besucht und die Menschen zeigen großen Interesse an der über Jahrzehnte versunkenen Industriegeschichte der Stadt.

Die Veranstaltung im Begegnungszentrum komplettiert Aleš Vyskočil von der Akademie der Wissenschaften, der die Geschichte unzähliger historischer Brünner Betriebe für die Reihe „Versunkenes Mähren/Die Industriestadt“ untersucht hat und in Bild und Ton die Industriellenfamilien vorstellt.Eine der Nachkommen der Text-Familie Soxhlet ist Erika Harazim. Sie hat für die Besucher des Begegnungszentrums eine Vorstellung des Aufstiegs der Familie mit vielen interessanten familiären und betriebsbedingten Geschichten vorbereitet. Auch das gesellschaftliche Engagement der Dynastie wird dabei eine Rolle spielen. Den Künstlern aus den Reihen der Industriellenfamilien widmet sich Zdeněk Mareček, der einigedieser Persönlichkeiten mit ihren Lebensläufen und Werken vorstellt.

 

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